Der 23 m hohe Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr befindet sich inmitten der höchsten Wanderdüne im Norden Dänemarks. Unweit von Lökken und Lönstrup, in der Gemeinde Rubjerg ist diese beeindruckende Sehenswürdigkeit zu bestaunen.
Am höchsten Punkt der Steilküste, 60 Meter über dem Meeresspiegel und in 200 m Entfernung zum Meer wurde von 1899 – 1900 Leuchtturm Rubjerg Knude erbaut.
Am 27. Dezember 1900 wurde der Leuchtturm eingeweiht und zum ersten Mal das Leuchtfeuer entzündet. Jede halbe Minute leuchtet ein langerweißer Lichtstrahl, gefolgt von 2 kurzen auf. Bis zu 42 km Entfernung konnte dieser Strahl gesehen werden.

Rubjerg Knude Leuchtturm 1912
Zu diesem Zeitpunkt, war die Düne zwischen den Leuchtturmgebäuden und der Steilküste noch sehr niedrig. Ab 1910 – 1920 wurden vom Wind große Mengen Sand von der Steilküste hinauf geweht. Der Sand legten sich über die Umgebung zwischen Leuchtturm und Meer. Der Sand lagerte sich auch zwischen den Wärterhäuschen ab und legte einen Brunnen lahm.
Die Dänen versuchten eifrig das Problem mit dem Sand in den Griff zu bekommen. Regelmäßig wurde Sand weggefahren, doch es hat nur wenig genützt.
In den 50-er Jahren wurden sogar große Mengen Sand von der Dünenspitze abgetragen, allerdings brachte das keinen Erfolg. Die Düne wanderte unaufhaltsam weiter und erreichte eine Höhe von 50 Meter. Man konnte das Leuchtfeuer kaum noch sehen und wurde es am 1. August 1968 für immer ausgeschaltet.
Mit Kiefernzweigen und Bepflanzung versuchte man das Sandtreiben zu stoppen, doch leider bewirkte dies nur, dass die Düne weiter in die Höhe wuchs. 1980 wurde das Museum zum Sandtreiben eröffnet und in den umliegenden Gebäuden wurden die Ausstellungen zum Thema Sand und Sandtreiben des Historischen Museums von Vendsyssel präsentiert.
Zu Beginn der 90-er Jahre gab man den Kampf gegen das Sandtreiben auf und die dänische Regierung beschloss das Gebiet unter Naturschutz zu stellen und dem Sand seinen freien Lauf zu lassen.

In den Jahren 1994 und 1996 entfernte man die Dächer der umstehenden Gebäude und ließ diese vom Sand füllen. Damit sollte verhindert werden, dass die Dächer einstürzen und Touristen verletzt werden könnten. Bis 2001 gab es sogar noch ein Museum und eine Cafeteria, doch im Jahre 2002 wurden auch diese aufgeben. Das Museum befindet sich seitdem 2 km südlich des Leuchtturms im Hof des Strandaufsehers.
Im Jahr 2004 ist die Sanddüne weitergewandert und inzwischen am Leuchtturm vorbeigezogen.Vom Leuchtturm bis zur Steilküste sind es nur noch 60 m und die Wanderdüne hat eine Höhe von 70 m erreicht. Mit rund 10m pro Jahr bewegt sich die Düne über das Sanddorngestrüpp und den Parkplatz hinweg.
Da die Küstenerosion immer weiter voran schreitet, wird der Leuchtturm in vermutlich 20 Jahren auf den Strand hinunterstürzen.

