Donnerstag 10.November 2005
Der Tag begann erst einmal wieder mit dem üblichen Anheizen. Man hatte ja von den vorhergehenden Tagen gelernt und bereits alles am Vorabend vorbereitet. So ein wenig Holzhacken bringt ja auch Bewegung und in solchen Momenten steht ja komischer Weise immer einer mit der Digitalkamera in der Hand, um Fotos zu machen.
Nachdem das Feuer langsam zu knistern begann und der Frühstückskaffee aufgesetzt war, wurde es endlich Zeit mal ein Buch zu schnappen, um zu lesen. Ich hatte es schon so im Gefühl, das wohl aus unserem geplanten Ausflug Richtung ??? nichts werden würde. Das Wetter war für eine Autofahrt zu schlecht, zumindestens wenn man bei der Fahrt mehr als nur Regentropfen sehen wollte. Zumindest sagten das Fernsehen und der Videotext keine Besserung voraus. Aber egal, es ist Urlaub und man kann auch gemütlich im Häuschen bleiben. So nahm ich mir mein meinen Kaffee, sowie eine Wolldecke und legte mich zufrieden mit meinem Buch auf die bequeme Liege. (Nur gut das sie zu groß für unser Auto war, ich hätte für nichts garantieren können ... kleiner Scherz)
Nachdem sich dann auch noch weiteres Leben im Hause wieder regte, wurde in Ruhe gefrühstückt. Es ist schön, wenn der Regen an die großen Scheiben klopft und man drinnen im Warmen sitzt, sein Frühstücksbrötchen in der Hand hält und man weis, dass man nirgendwo hin "muss"!
Trotzdem, nach dem Essen gönnten wir uns eine kleine Pause und warfen uns dann doch in unsere schicken grünen Gummistiefel, um uns am Strand die Beine zu vertreten. Mit zusammengekniffenen Augen ging es also Richtung Wasser. Diesmal hatte wir uns gedacht, ein paar Andenken von Strand müssen schon sein und hielten Ausschau nach Muscheln und besonders schönen Steinen. Es war schön stürmisch und man hat sich dann doch mal in die ankommenden Fluten gestellt. Naja, es kam wie es kommen musste, eine höhere Welle war dabei und schon wurde es nass in meinen Stiefeln. Neben einem matschenden Geräusch beim Laufen gesellte sich noch eine unangenehmen Kälte dazu, die mich wieder in die wohlige Wärme des Hauses trieb.
Den Rest des Tages genossen wir in der entspannenden Atmosphäre des windigen Wetters. So spielten wir beim prasseln des Regens gegen die Fensterscheiben eine Runde Scrable und machten es uns am Abend mit einer "Harry Potter"- DVD vor dem Fernseher und einer Tasse Glühwein kuschelig. Um den Tag zusammenfassend zu beschreiben würde ich sagen, wir waren einfach mal richtig faul.
