Dänemark

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Dienstag 8.November 2005

Am Dienstag war wieder als erstes den Ofen reinigen, anfeuern und "hoffen das es warm wird" angesagt. Nach dem obligatorischen Frühstück, ging es zur ersten halbwegs geplanten Tagesordnung über. Eine Fahrt nach Thyborøn. Sehr weit war es ja nicht, aber man konnte dafür trotzdem sehr weit sehen. Auf der linken Seite sah man den Deich auf der anderen Seite viel Wasser des Fjordes.

SchneckenhausUnser erstes Ziel dort war das Schneckenhaus. Unser Auto war das einzige auf dem kostenlosen Parkplatz und da der Strand unweit vom Schneckenhaus ist, haben wir also einen kleinen Abstecher dorthin gemacht. Auch hier gibt es jede Menge alte Bunker am Strand, an denen der Zahn der Zeit genagt hat. Auch diese sind schon weit im Sand versunken. Die Düne entlang konnte man das Schneckenhaus von hinten sehen und schon einmal in den Hof blicken. Wir waren etwas zu früh und somit blieben noch (ein Leuchten in den Augen des Rauchers) 5 Minuten Zeit für eine Zigarettenpause.

Schneckenhaus InnenansichtAls erstes kam man an Vitrinen und Schränken vorbei ...überall Preis- aufkleber ...hmm ...naja aber im zweiten Raum hatte man schon fast Museumsfeeling. Neben vielen Flaschen mit Booten darin, gab es eine Sammlung von Steinchen, Muscheln (sehr sehr viele Muscheln), Seesternen und vielen anderen Sachen, die wohl irgendwann mal glücklich im Meer dahingetrieben sind. Nun war es also soweit. Wir verhielten uns wie man es erwartete und begutachteten kritisch die Postkarten, Muscheln, Kerzenhalter und sonstige teure Staubfänger. Nach dem Motto "Man muss den Eltern ja auch was mitbringen" wurde der raum mindestens dreimal auf den Kopf gestellt. Nach Begutachtung des Geldbeutels und unserer Tragekapazität, sind wir also zur Kasse. Dort wurde uns alles behutsam in dickes Papier eingewickelt. Eine der dort kekauften großen Muscheln, fand ein neues zu hause in dem Aquarium unserer Verwandten. Dann ging es wieder Richtung Auto. Vorsichtig wurde alles abgelegt und dann gings weiter zur nächsten Station.

AquariumDas Aquarium hat den Vorteil, das man eine etwas teurere Eintrittkarte kaufen kann, mit der man allerdings auch in das nicht weit entfernte Küstencenter gelangt. Was mich sofort zum schmunzeln brachte war das nicht überhörbare "Lars, komm bitte hier her!" einer deutschen vielbeschäftigen deutschen Mutter, deren 6 Köpfige Familie wohl irgendwie gebändigt werden musste. Mit der Digitalkamera bewaffnet ging man also brav zu jedem der Schaukästen oder Aquarien vorbei. Ich hatte zu dem Zeitpunkt wieder Hunger und stellte mir innerlich das eine oder andere Tierchen dort, herzhaft serviert auf einem Teller vor. Aber Scherz am Rande. Es gibt dort viel zu sehen und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Auch die kleine Bernsteinsammlung sollte man auf sich wirken lassen.

Nach der Besichtigung machten wir uns mit unserer erworbenen Kombieintrittkarte auf den Weg hinüber zu dem Küstencenter. Dort fiel mir auf, das wohl kein auf Tourismus ausgelegtes Geschäft auf die immer gleichen Souveniers verzichten kann. Aber es hält sich immer noch in Grenzen. Das Küstencenter hört sich zwar wie etwas zum shoppen an, ist jedoch etwas um den Wissenshorizont zu erweitern.

Spielerisch wird alles erklärt und demonstriert, was mit Meer, Küste, Strand oder Wetter zu tun hat. Viele HafenInformationen können interaktiv abgerufen werden. Es gibt viele Modelle, ein Mini-Kino mit Dokumentarfilm, Bastelstationen, ein Becken mit ferngesteuerten Booten und vieles mehr. Bis alles angesehen wurde, können leicht 2 Stunden verstreichen, ohne das es dabei langweilig wird. Leider hatte in der Nebensaison das Restaurant oben geschlossen. Aber das war nicht so schlimm, wir wollten eh zu Hafen.

Am Hafen angekommen, haben wir uns die viele Boote angesehen und haben uns in eine kleine Gaststätte (Pølseboden) neben den Fiskehallen gesetzt. Am Tisch neben uns gab es wieder Diskussionen ums Essen bei Lars und Co.

FiscehallenBei dem regnerischen Wetter war die Bestellung eines Kaffees Pflicht. Zusätzlich probierten wir den typisch dänischen HotDog (lecker) sowie ein frisches einfaches Fischbrötchen. Gestärkt gingen wir weiter durch eine kleine Einkaufststrasse, deren Betriebsamkeit sich jedoch in Grenzen hielt. Trotzdem fanden wir noch etwas worüber wir uns freuten. Einen Briefkasten! Also wurden fix die Postkarten an die lieben Verwandten hineingesteckt und gebetet, dass sie bereits angekommen sind, bevor wir wieder da sein würden.

Danach fuhren wir zurück in unser Ferienhausgebiet und schlossen den Tag mit einem gemütlichen Spaziergang ab.


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