Montag 7.November 2005
Um 7.00 Uhr wurden wir schon wieder wach. (Alle die uns kennen, werden jetzt ungläubig noch einmal die erste Zeile lesen). Als erstes freute ich mich über meine Idee des Abends zuvor, genug Holz für das erste Anfeuern des Tages bereit zu stellen. Nach dem obligatorischen Frühstück, mit Kaffe und Ei, war man gestärkt für den ersten Abschnitt des Tages.
Unser erste Weg führte uns wieder zur Ferienhausverwaltung. Für den Whirlpool werden pro Person eine Chlortablette benötigt. Zum Glück gab es die kostenlos auf Nachfrage. Ein weiterer Vorteil bei unserer Verwaltung war, dass wir dort bequem mit der EC-Karte Geld umtauschen konnten. Wir hatten erst einmal 150,- Euro angegeben. Dazu kam eine Wechselgebühr von 2 Euro.
Mit den ersten Dänischen Kronen ging es als erstes im Auto Richtung Harboøre. Ganze 2 Km entfernt. Da wir nicht abschätzen konnten, wie groß der Holzverbrauch für die gesamte Woche sein würde, haben wir vorsichtshalber noch zwei Säcke Kaminholz beim örtlichen Baumarkt gekauft. Wir zogen das Heizen mit dem Kamin aus zwei Gründen vor. Erstens spart es Strom und zweitens ist es einfach romatischer dem Kaminfeuer zuzusehen. Gott sei Dank sprach man dort auch englisch und so war der erste Einkauf in Dänemark also kein größeres Problem.
Danach ging es auf die Suche nach den ersten Supermärkten. Muss man ja wissen, falls einem die 3 Tonnen mitgeschlepptes Essen doch ausgehen sollte. Als wir dann die große Aufschrift "ALDI" lasen, war wieder alles klar! So viel zum Thema, mal was typisch dänisches einkaufen. Zum Glück gab es gleich nebenan einen anderen Markt. Das einzige was uns einfiel, war einmal das dänische Bier zu kosten. Also nahmen wir eine Flasche normales dänisches Tuborg (ich habe die Plastikflaschenvariante ausprobiert) und eine Flasche Tuborg plus Citrus mit. Für alle die es interessiert. Das normale Tuborg war aus meiner Sicht ganz lecker (trinke eh nicht so oft und gerne Bier), das andere muss ich nicht unbedingt wieder trinken.
Egal, unser Weg ging jetzt weiter Richtung Lemvig. Dort angekommen, haben wir auch relativ einfach einen Parkplatz direkt am Hafen gefunden. Nachdem man die Parkscheibe hinter die Scheibe gelegt und den Fotoapparat eingepackt hatte, ging es direkt in die Einkaufspassage. Tja, was soll man sagen, die großen Aufschriften "NETTO" und "ALDI" bewegten uns wieder dazu uns ungläubig anzusehen. Durch einen Zufall fanden wir auch schnell ein Tourismusbüro. Dort wurden die ersten Broschüren und Prospekte gesammelt, sowie Postkarten und Briefmarken gekauft. Als wir durch die Innenstadt geschlendert sind, haben wir auch prompt die "roten" Telefonzellen entdeckt. Eine war für Telefonkarten, die andere als normales Münztelefon. Der Vorteil von dem Münztelefon bestand darin, dass man sowohl Euro als auch Dänische Kronenstücke verwenden konnte. In jeder Telefonzelle gibt es auch eine Gebrachsanweisung in verschiedenen Sprachen, darunter auch in Deutsch. Ein kurzes Telefonat, um die Eltern über die heile Ankunft in Dänemark zu informieren, musste schon sein.
Da wir sehr viel Glück mit dem Wetter hatten und uns die Sonne immer noch frech ins Gesicht schien, dachten wir uns, man könnte ja einen weiteren Abstecher nach Bovbjerg Fyr machen. Alles was ich als Information bekam war dass es dort einen Leuchtturm gibt.
Nach einigen heftigen Diskussionen zwischen Fahrer und Beifahrer (das Thema hatte mit Straßenkarte und verfahren zu tun) ging es doch Richtung Bovbjerg. Das Erste was uns fast aus den Sitzen hob war die fantastische Aussicht. Dazu kann ich nur sagen, schaut euch einfach selber die Bilder dazu in der Gallerie an. Die Bilder sprechen für sich. Von oben sah es ganz gut aus, aber siehe da, was gab es da noch? Eine lange Holztreppe zum Strand. Schnaufend und schniefend sind wir unten angekommen und wurden aber mit einem wunderschönen Ausblick entlohnt. Zum ersten Mal haben wir ein paar mehr Möwen gesehen. Man hätte denken können sie genießen ebenfalls das schöne Wetter. Nachdem man wieder fix und fertig oben angekommen war, ging es wieder zurück Richtung Bovbjerg. Der Ort direkt selber hat einen irgendwie an ein kleines Geisterdorf erinnert. Weit und breit keine Menschenseele, ausser ein paar deutsche Touristen, die mit einer Kamera bewaffnet alles fotografierten, was sich nicht auf drei verstecken konnte. Sah schon sehr niedlich aus, all diese kleinen roten Häuser.
Es gabe auch ein kleines Minimuseum. Ok, es war besser gesagt ein offener leerer Schuppen, an dessen Innenwänden Infotafeln mit ein paar Fotos zur Geschichte und Geologie von Bovbjerg aufgehängt wurden. Es stand offen und kostete keinen Eintritt. Lohnt sich wohl nicht, dort jemanden mit einer Kasse hinzusetzen. Aber die Geste den Interessierten einige Informationen zu bieten ist sehr lobenswert und wie heist es so schön "Einem geschenkten Gaul, schaut man..." naja den Rest kennt man ja. Also haben wir uns noch ein wenig umgesehen und sind wieder Richtung Ferienhaus gefahren.
Unseren obligatorischen Strandspaziergang wollten wir noch vor Einbruch der Dunkelheit (so gegen 17.00 Uhr) schaffen. Da wir uns beeilt hatten und immer noch sehr schönes Wetter war, konnte ich mit die schönsten Bilder des Urlaubs einfangen. Einen Sonnenuntergang am Meer wie er nicht schöner sein konnte. Die besten Bilder stehen in unserer Bildergalerie unter der Rubrik "Sonnenuntergang". Geschafft aber zufrieden über einen so schönen Tag, sind wir dann in die Sessel gefallen. Nach einer Tasse frischen heissen Kaffee, sowie einem leckeren Essen, wurde noch etwas fern gesehen und sich dann müde, aber erwartungsvoll in Bezug auf den nächsten Tag, ins Bett gelegt.